Plutonium Orange


@Nightlife Rock, Helsinki
Mittwoch, 22. November 2006

Nachdem das Interview gelaufen war, dauerte es noch einige Zeit, bis das Konzert endlich losging.
Während der DJ die ganze Zeit harte Klänge angespielt hatte, lief plötzlich ein finnischsprachiger Schlager, der eindeutig als Intro auszumachen war. Das ganze Publikum schaute aufgrund dieses Schlagers recht amüsiert und machte seine Witzchen.
Plutonium Orange betraten die Bühne und mit dem Opener "When I cut you" rockten sie gleich richtig los. Auch wenn sich das Publikum auf seinen Barhockern sitzend nicht mehr bewegte, als mit den Füßen mitzuwippen oder andächtig die Köpfe zu nicken, brandete am Ende des ersten Liedes ein für ungefähr 40 Leute sehr großer Applaus auf und Rufe der Zustimmung hallten durch den Club.
Nach dem zweiten oder dritten Lied tauchte plötzlich Ilari von Private Line mit einer Flasche Salmiakki am Bühnenrand auf, und es wurde ersteinmal eine Runde geleert.
Man merkte der Band während des ganzen Abends an, dass sie eine riesige Freude zu spielen hatten. Juha(Gitarre/Backingvocals) machte immer wieder kleine Scherze mit Samuli (Gitarre/Gesang), vieles war einfach durch die Gestik zu verstehen. Doch die Lacher, die die beiden mit ihren Ansagen ernteten, konnte ich aufgrund mangelnder Finnischkenntnisse leider nicht nachvollziehen. Zwischendurch versuchte Juha immer wieder Samulis Gitarre zu verstimmen.
Nach nur 45 Minuten gingen Plutonium Orange bereits wieder von der Bühne, doch der anhaltende Applaus und die Rufe nach mehr brachten die Jungs dazu, noch ein weiteres Lied zu spielen. Zuerst einmal mussten die Instrumente wieder gestimmt werden, denn am Ende des letzten regulären Liedes hatte Juha an Samulis Gitarre so ziemlich jede Saite verstimmt und auch noch bei seiner Eigenen mit den Zähnen die Knöpfe verdreht. Anhand des Fluchens von Samuli muss Juha ziemlich kräftig gedreht haben.
Mit der Zugabe 'Lameplanet' ging eine wirklich gute, energiegeladene Show zu Ende.
Eine bemerkenswerte Sache ist, dass diese Band eine der Wenigen ist, die live fast genauso gut bzw. sogar noch einen Tick besser klingt, als auf ihren Studioaufnahmen. Das Set, das Plutonium Orange an diesem Abend ablieferten, war sogar noch ein Spur frecher, der Sound noch engergiegeladener und einen Tick rotziger als die Aufnahmen, die ich von ihrem MySpace und aus anderen Quellen kenne.

Für die Leute die nach der Show noch etwas im Club blieben, gab es im Anschluss noch ein musikalisches Schmankerl. Es wurden 2 Songs vom im Februar erscheinenden Swallow the Sun Album gespielt.

Wenn ich jemals wieder die Chance haben sollte, diese Band live zu sehen, würde ich sofort wieder hingehen...

Setliste:

1. When I cut you
2. 13 Minutes of Agony
3. Unstable / Unreal
4. Waiting for the gun
5. Glow
6. Bent
7. Killer by the road
8. Into the Ground
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9. Lameplanet


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Plutonium Orange

November 2006
Lepakko © finnbands.com

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