So, nach langem Überlegen, wie ich diese Review angehe, fange ich nun mal an. Eigentlich war geplant, dass ich über den Gig in Köln am 19.05. schreibe. Doch dieser Gig verlief anders als erwartet. Das Underground in Köln war ausverkauft - und wer diese "Kneipe" kennt, weiß wohl auch, was das bedeutet. Der Saal war völlig überfüllt, man bekam kaum Luft, geschweige denn hätte man auch nur annäherungsweise etwas gesehen (zumindest nicht bei einer Körpergröße von gerade mal 1,65 m). Ich musste die Location vor Ende des Konzerts zwecks Luftnot verlassen. Lange Rede kurzer Sinn, ungeplanter Weise gibt es die Review nun aus München.
Lovex sollten an diesem Abend zusammen mit ihrer Vorband "Kind im Magen" (kurz KIM) im Club des Backstages spielen. Eine meiner Lieblingslocations. Gegen 21 Uhr rockten die aus Bochum stammenden Jungs von KIM los. Eine Mischung aus Punk und Emo mit realistischen Texten, die nicht nur von Liebe und Herzschmerz handeln, sondern von ganz alltäglichen Problemen, die uns allen nicht unbekannt sind (z.B. Chronischem Geldmangel). KIM rockten das Münchner Publikum vom ersten Ton an und haben sich als Vorband wirklich sehr gut geschlagen. Nachdem die Münchner für ihre "Zurückhaltung" bekannt sind, war ich vollkommen überrascht, was in ihnen steckt, sie müssen nur auftauen - KIM haben sie meiner Meinung nach zum kochen gebracht.
Kurz vor 22 Uhr gingen die Lichter aus und Christian, Jason, Sammy, Vivian und Julian betraten die, für 6 Bandmitglieder doch sehr kleine Bühne. Während des Intro's zum Opener "Divine Insanity" stieß nun auch Theon zu den anderen fünf. Der blonde Sänger zog das Publikum von Anfang an in seinen Bann und es wurde gerockt. Schade war, dass man Drummer Julian kaum sehen konnte, da aufgrund der kleinen Bühne seine Drums sehr weit hinten aufgebaut waren. Die Setlist bestand aus einer bunten Mischung von der aktuellen Single "Anyone Anymore" bis zu den B-Seiten wie "Heart of Stone" oder "Shout". Außerdem gab es auch zwei Coversongs zu hören. Zuerst das, bereits auf der deutschen Ausgabe des aktuellen Albums "Divine Insanity" erschienene, Bon Jovi Cover "Runaway". Etwas später am Abend folgte der, für's kommende Album bereits aufgenommene Song, "Lager than life" der Backstreet Boys. Für manch einen wohl eher ungewöhnlich, dass eine "Rockband" eine Boygroup covert, ich persönlich finde den Song sehr gelungen. Nach 11 Songs verließen Lovex unter großen Applaus die Bühne, wurden jedoch gleich durch laute "Zugabe" Rufe der begeisterten Fans auf die Bühne zurückgeholt.
Drei Songs als Zugabe, eine begeisterte Band, die gerne mit dem Wort "wunderbar" ihre neu gewonnenen Deutschkenntnisse präsentiert und ein fasziniertes Publikum ließen den Abend ausklingen. Gut eine Stunde nach Ende des Konzerts kamen die Jungs noch zu den warteten Fans und erfüllten jeden Foto- und Autogrammwunsch.
Nach insgesamt 4 von mir besuchten Deutschlandkonzerte, würde ich sagen das Beste Konzert der Tour.
10 Punkte von 10
Divine Insanity
Die a little more
Bleeding
Anyone Anymore
Runaway
Halfway
Remorse
Shout
Lager than life
Heart of stone
Bullet for the pain
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Yours
Love and lust
Guardian Angel
zu den Bildern
lovex-music.de
08. Juni 2007
Cat © finnbands.com