Das erste Him Konzert in Deutschland nach über 1 ½ Jahren wurde von vielen schon sehnlichst erwartet und so überraschte es nicht, dass sich die ersten Fans bereits 4 Stunden vor Konzertbeginn an der Halle einfanden. Aus ganz Deutschland kommend, blieb einigen zum Teil nichts anderes übrig, als vor der Halle zu schlafen. So vertrieb man sich die Zeit mit Gesprächen und Warten, bis nach dem ersten Gedränge an den Türen bereits 45 Minuten vor dem Einlass selbige gegen Acht geöffnet wurden. Nun begann dann das eigentliche Chaos, standen doch ca. die Hälfte der Konzertbesucher als glückliche Sieger unzähliger Gewinnspiele auf der Gästeliste. Lediglich zwei jungen Herren war nun die Aufgabe übertragen worden, nach Identitätsüberprüfung durch Perso-Kontrolle an der Abendkasse für die Verteilung der Konzertkarten an die Gewinner zu sorgen und so war es wenig verwunderlich, dass bis zum eigentlich angesetzten Konzertbeginn nicht alle in der Halle waren. Selbstverständlich meisterten wir auch diese Hürde und fanden uns nach kurzem Sicherheitscheck im Foyer des Columbia Clubs ein.
Eine dem Anlass entsprechende Hallengröße hatte auch eine relativ kleine Bühne zur Folge, welche an beiden Seiten mit Lämpchen versehen war, die die Beine einer Frau mit einem kurzen Rock darstellten und somit den vorderen Bühnenbereich in rotes Licht tauchten. Im Gegensatz dazu standen Gas' Drumset mit drei Bassdrums - jeweils mit einem Buchstaben des Bandnamens verziert - und Burtons Keyboards in blauem Licht, welches dazu eingesetzt wurde, das Heartagram auf dem Stoffbanner Hintergrund zum Strahlen zu bringen.
Etwa zwanzig Minuten nach neun wurde Gas als erstem der Weg auf die Bühne geleuchtet und unter großem Gekreische folgten die anderen vier. Die ersten Reihen gingen bereits beim Opener "Passions Killing Floor" mit - einigen vielleicht bekannt vom Transformers Soundtrack - und sorgten dafür, dass die Stimmung auf die hinteren Reihen überschwappte. Vielleicht ging der Spaß auch von den fünf Herren aus, die allerbeste Laune und Spielfreude mitbrachten und nicht mehr viel mit ihrer Präsentation einer Liveshow von Februar 2006 gemein hatten.
Ville lachte viel und hielt das eine oder andere Pläuschchen mit Mige, wobei auch dieser noch ausgelassener wirkte als ohnehin schon. Linde dehnte seinen "Jailwalk" (sein althergebrachtes Im-Kreis-Laufen) aus und wanderte oft zu Gas, um mit ihm seine Späße zu treiben oder auch, um sich Instrumentenduelle mit Mige zu liefern. Einzig Burton schien den Abend für sich zu verbringen, von hinten oben und unten jeweils grellblau angeleuchtet und zeitweise komplett eingenebelt, so dass man lediglich seine Silhouette erkennen konnte.
Auch wenn vor nur einer Woche die siebte CD "Venus Doom" veröffentlicht wurde, trug die Band nur wenige neue Stücke vor und gab überwiegend die Singles aus zehn Jahren Bandgeschichte zum Besten. Dies schien die Fans jedoch nicht zu enttäuschen, denn sie waren sehr sangesfreudig und wie immer erwartungsgemäß textsicher - und selbstverständlich durften auch die obligatorischen "Ville" Rufe von Zeit zu Zeit nicht fehlen.
Passions Killing Floor
Wings of a Butterfly
Buried Alive by Love
Join Me
Dead Lovers Lane
Wicked Game
Soul on Fire
Poison Girl
Killing Loneliness
Razorblade Kiss
Kiss of Dawn
Right here in my Arms
Sweet Six Six Six
...
Aus terminlichen Gründen konnten wir dem Konzert leider nicht bis zum Ende folgen. Und dabei wären wir gerne geblieben, denn es war mit Abstand unser bestes HIM Konzert der letzten Jahre!
Also sichert euch möglichst jetzt schon eure Karten für die kommende Venus Doom Tour im Februar 2008 in Deutschland!
zu den Bildern
heartagram.com
21. September 2007
Anna & Niina © finnbands.com