Script of Flood
Darkside Metal Club, Berlin
8. Februar 2008




Im Zuge der Berlinale fanden auch die finnischen Bands HeartBurn und Script of Flood ihren Weg nach Deutschland, um den Film "Northern Dimension" zu promoten, auf dessen Soundtrack beide Gruppen vertreten sein werden. In diesem Roadmovie dreht sich alles um Johnny und Irina, ein Pärchen, deren immer stärker werdende Liebe zueinander auf der Reise durch die arktischen Regionen ihr beider Leben verändert.

Die Band HeartBurn hatte als erste die Ehre und so betraten sie vor einem verschwindend kleinen Publikum gegen 22 Uhr die Bühne in der Mitte des Clubs. Die Beschreibung "Ok, but boring." trifft wohl auch hier genau den Kern des Auftritts. Aus Ermangelung eines erkennbaren Konzepts in der Bühnenpräsenz, hat diese Band bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Auch der von ihnen gespielte Southern Rock enthielt nur wenig Variantenreichtum und brachte nichts wirklich Neues mit sich, was Rückschlüsse auf einen eigenen und herausragenden Stil zuließ. Nach einer halben Stunde beendete die Gruppe ihr Set und gab die Bühne für die zweite Band des Abends frei.

Setlist:
American Dream
South
Sweet Misery
Sweet Lady
Dead Inside
Hoochie Koo
This Man
I was born
Fatherland
Towering Fool
BBB
T for Texas


Um kurz vor Elf durften sich nun auch Script of Flood dem sehr verhaltenen und nur gering vertretenen Publikum stellen. "We don't take it too serious.", waren Jari's Worte vor dem Auftritt und wahrscheinlich war genau diese Einstellung auch die einzig Richtige. Die Hoffnung, dass sich ein Teil des Publikums erst später am Abend einfindet, wurde leider enttäuscht. Und so blieb der Club aufgrund seiner Lage außerhalb von Berlins Innenstadt unverändert überschaubar. Entsprechend fruchteten auch Pekka's Animationsversuche, das Publikum zum Mitklatschen zu bewegen, leider nicht.
SOF Songs haben auch live einen hohen Wiedererkennungswert, daher ist es schade, dass den meisten Gästen dieses "Das hab ich doch schon einmal gehört"-Gefühl - wahrscheinlich aus mangelndem Vorhandensein - nicht anzusehen war. Nach ihrem 40-minütigem Set verabschiedete sich die Band mit einem instrumentalen Outro vom Publikum und der Bühne.

Setlist:
The Cure
New Order
Everything
It's all about what you might choose
Bend and Break
Bulletproof
Kiss me deadly (Lita Ford's Cover Song)
Replica
My Delusion

Angesichts der Tatsache, dass SOF live noch um einiges besser sind als auf Platte, ist es wirklich schade, dass sie aufgrund der geringen Interaktion seitens des Publikums nicht die Chance bekamen, ihr komplettes musikalisches Spektrum zu entfalten.
Da das Debütalbum der Band aber auch erst vor drei Monaten in Finnland veröffentlicht wurde und es ihr erster Gig hierzulande war, stehen die Chancen jedoch nicht schlecht, dass ihre musikalische Karriere in Deutschland erst noch vor ihnen liegt - zu wünschen wäre es ihnen alle Mal, denn das nötige Potential ist durchaus gegeben und wenn man die Chance hat, sollte man sich einen Gig von Script of Flood nicht entgehen lassen.


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Script of Flood


11. Februar 2008
anna © finnbands.com


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