Es geschieht nicht allzu oft, dass sich Finnen gerade an meinem Geburtstag in meine unmittelbare Umgebung verirren, also musste ich die Chance im Jahr 2008 nutzen. Waren es doch zur Abwechslung mal nur 25 km, die wir hinter uns zu bringen hatten.
Leider fing der Abend etwas "unglücklich" an, da ich einfach mal nicht auf der Gästeliste stand. Ca. 20 Minuten wurde rumtelefoniert, Emails gecheckt etc. pp. Mit dem Ergebnis, dass ich nicht "gelogen" hatte.
Durch diese kleine Verzögerung, hatten
Krieger, die erste Vorband, ihren Auftritt bereits hinter sich gebracht und ich kann mich hierzu nicht äußern.
Nach einer kurzen Umbaupause wurde die Bühne von den Schweden
Pain für 30 Minuten in Beschlag genommen. Allgemein ließ sich das Publikum leider nur schwer animieren, mich haben sie jedoch überzeugt und ich wage zu behaupten, Nightwish haben den richtigen Support ausgewählt.
Nachdem die Bamberger Jako Arena nun immer voller, stickiger und enger wurde, betraten Nightwish gegen 21:20 Uhr die Bühne. Ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige Gast des Abends war, der mehr als gespannt auf die neue Sängerin Anette Olzon wartete. Hatte ich Nightwish doch bisher nur in alter Besetzung live erleben dürfen.
Hatten die Fotografen neben mir vor der Show noch gewettet, wer das "Foto des Abends" von Anettes Dekollete macht, überraschte diese diesmal jedoch mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen, hoch geschlossenen Outfit.
Nach dem Intro gab es beim Opener
Bye bye beautiful, in alter Nightwish-Manier, wunderbare Pyros zu bewundern. Die Setlist, bestehend aus zwölf Songs, sowie drei Zugaben, bestand zwar zum größten Teil aus Songs des aktuellen Albums
Dark passions play, jedoch musste man auch auf alt Bekanntes wie
Wishmaster nicht verzichten. Das Publikum war begeistert, musste jedoch gerade zu Anfang etwas animiert werden.
Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song und als die ersten Akkorde von
Nemo erklangen, schwappte die Stimmung auch auf den Letzten über. Gesteigert konnte dies nur noch mit dem Schlusstitel
Wish i had an angel werden.
Anette konnte mich gesanglich wie optisch absolut überzeugen. Hatte ich nun den direkten Vergleich zu Tarja, muss ich sagen, mir gefällt ihre eher "rockige" Art besser, als Tarjas klassische. Allerdings ist der stimmliche Unterschied gerade bei einem Song wie
Wishmaster deutlich geworden. Dieser Titel, als mein persönlich favorisierter, ist Tarjas Stimme auf den Leib geschrieben.
Nach gut 1 Stunde und 40 Minuten war es dann zu Ende und Nightwish verließen unter tosendem Applaus die Bühne.
Wie ich mir nachher von einigen "Hardcore Fans" sagen ließ, sie dies bisher das beste Konzert der Tour gewesen. Auch mich haben die vier Jungs und ihre neue Sängerin Anette mehr, als nur begeistert. Eine gut gelaunte Band, ein professioneller Auftritt sowie eine schöne Setlist bescherten mir einen unvergesslichen Geburtstag.
Setlist:
Intro
Bye bye beautiful
Cadence of her last breath
Dark chest of wonders
Ever dream
The siren
Amaranth
The islander
The poet and the pendulum
Sahara
Slaying the dreamer
Nemo
7 days to the wolves
Wishmaster
Wish I had an angel
zu den Bildern
nightwish.com
29. Februar 2008
Cat © finnbands.com