The Black Market eröffneten den Konzertabend im Semifinal um ca. 22.15 Uhr und spielten ein etwa halbstündiges Set - oder aber auch acht Songs. Stilistisch erinnerten sie mich an eine Mischung aus L-60° und Crumbland und aufgrund bereits den ganzen Tag andauernder Müdigkeit überfiel mich das dringende Bedürfnis, ins Hostel und ins Bett zu gehen. Es war nicht schlecht, aber es hatte dieses Berlin-Feeling: "Ok, but boring!" Und die Show mancher Gitarre spielender Sänger ist aufgrund der Natur der Sache nicht besonders ereignisreich (was vielleicht auch für seine Klasse sprechen könnte, denn der eine spielt Gitarre mit voller Konzentration und singt dabei, der andere singt, spielt und hat noch Zeit für Show).
Beim sechsten Song "Doom" änderte sich alles - es gab sozusagen einen Knall, die Musik wurde schneller und ich wach.
Begeisterte Fans forderten Zugabe. Jedoch wurde dem Wunsch nicht stattgegeben.
Setlist:
Token
Uus Eka
Head Clean
Kerosene
Hefe
Doom
140 Rounds
Uus Hidas
Der zwischen den Konzerten verloren gegangene Respektabstand zwischen Publikum und Bühne war mit Erscheinen von
Clark Kent wieder hergestellt.
Dennoch war das Semifinal mittlerweile so gefüllt, dass da kein Durchkommen mehr war. (Später erfuhr ich, dass das Semifinal diesen Abend ausverkauft war.) Clark Kent rockten das Haus und zeigten unter anderem, dass auch eine Bierflasche Gitarre spielen kann. Sie widerlegten die zuvor erwiesene Tatsache, dass singende Gitarristen angewurzelt sind und der Bassist bewies, dass er zwar ein netter Anblick, aber kein Model ist und stand wohl nicht eine Sekunde still. Der Drummer seinerseits schaute ununterbrochen krampfhaft böse, wobei man aber sein Grinsen in den Wangenknochen zucken sehen konnte.
Tolle Mukke und gute Show, gerne mehr davon!
Leider spielten auch sie nur acht Songs, die verdammt Spaß machten. Erstaunlicherweise wurde keine Zugabe verlangt.
Fazit: sehr gerne wieder!
Setlist:
Intro
Recovery
Long Way
Right or Wrong
Across the sea
Sad
Viking
One
I want
Lucy was Driving - oder: Pleiten, Pech und Pannen bringen alle zum Lachen.
Erst fällt Otso das Mikro runter, dann wird es ihm wieder aufgehoben, wobei aber das Kabel heraus fällt. Später beginnt Otso einen Song mit einem Sprung - nur leider vergaß er vorher einen Tritt auf die Pedale.
All dies war aber keineswegs negativ, ganz im Gegenteil. Es mit einem Lachen zu quittieren, ohne Mikro zu singen und Henri einspringen zu lassen, oder eine Showeinlage mit eingeschalteter Gitarre zu wiederholen, macht es wett.
Der Saal tobte, lachte, klatschte und sprang genauso wie die vier Jungs auf der Bühne - einzige Ausnahme bildete das Akustikstück "Overexposed", bei dem lediglich Otso mit seiner Gitarre auf der Bühne saß und alle andächtig lauschten.
Viel Spaß, eine rockende Show, viel Freude und ein toller Abend!
Jederzeit wieder!
Setlist:
200 AD
Code Red
Radio
October
Satellites
Overexposed
Not your Friend
Declaration of Independence
Out Of Reach
pictures:
Lucy was Driving
Clark Kent
The Black Market
lucywasdriving.com
www.clarkkent.fi
www.theblackmarket.fi
18. Januar 2008
Niina © finnbands.com